|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| ISBN: 3518381075 ISBN: 3518381075 ISBN: 3518381075 ISBN: 3518381075 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
Wir empfehlen: | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Halt den MittelwegIhr habt wohl zuweilen von dem Wode gehört, dem wilden Jäger, der des Nachts durch Wald und Feld streunt und ruft Hallo! Hoho! Halt den Mittelweg! halt den Mittelweg! Dieser war vormals vor langen langen Zeiten ein großer Fürst im Sachsenlande, der viele Burgen und Schlösser und Dörfer und Forsten hatte. Er liebte von allen Dingen in der Welt am meisten die Jagd und lebte mehr in den wilden Wäldern, als auf seinen Schlössern und war überhaupt eines jähen und wüthigen Gemüthes und ein rechter Zwingherr. Dieser Fürst hat, als er noch lebte, das begangen, was einem keiner glauben will und was jeder für eine Fabel erklärt aus der allerältesten und allergrausendsten Heidenzeit. Ein Hirtenknabe hatte in seinem Walde einen jungen Baum abgeschält und sich aus der abgeschälten Rinde eine Schalmei gemacht. Diesem armen unschuldigen Knaben hat der Unhold den Leib aufgeschnitten und das Ende des Gedärms um einen Baum gebunden, und nun hat er den Knaben solange um den Baum treiben lassen, bis das Gedärm aus dem Leibe gewunden und der Knabe todt hingefallen war, und dazu hat er gerufen: Das ist die Schalmei, worauf du blasen sollst; das hast du für dein Pfeifen. Einen Bauer, der auf einen Hirsch schoß, der ihm sein Korn abweidete, hat er ohne alle Barmherzigkeit lebendig auf den Hirsch festschmieden und das wilde Thier so mit ihm in den Wald laufen lassen. Da ist das geängstete Thier mit dem armen Mann so lange gelaufen und hat ihm Leib und Haupt und Schenkel an den Bäumen und Sträuchen so lange jämmerlich zerquetscht und zerrissen, bis zuerst der Bauer todt war, dann auch der Hirsch hinstürzte. Für solch greuliche Thaten hat der ungeheure Mann endlich auch seinen verdienten Lohn bekommen. Er hat sich auf der Jagd mit seinem Pferde den Hals gebrochen, welches durchgegangen und so gewaltig gegen eine Buche gerannt ist, daß es den Augenblick todt hinfiel, dem Reiter aber an dem Baum das Gehirn in tausend Stücke zerstob. Und das ist nun seine Strafe nach dem Tode, daß er auch noch im Grabe keine Ruhe hat sondern die ganze Nacht umherschweifen und wie ein wildes Ungeheuer jagen muß. Dies geschieht jede Nacht Winter und Sommer von Mitternacht bis eine Stunde vor Sonnenaufgang, und dann hören die Leute ihn oft Wod! Wod! Hoho! Hallo! Hallo! schreien; sein gewöhnlicher Ruf ist aber Wod! Wod! und davon wird er selbst an manchen Orten der Wode genannt. |
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Diese Seite ist Bestandteil folgender Projekte: CopyrightedBy.com, Märchen Sammlung. Zurück zu Themenseiten: CopyrightedBy.com/Startseite/Autoren/A/Arndt Märchen Sammlung/Startseite/maerchen/maerchen_h Das Setzen von Verweisen (Links) auf diese Seite ist gestattet und bedarf keine vorherige Absprache. Artikelliste: Der Schlangenkönig Der Wiedehopf Die Geschichte von den sieben bunten Mäusen Die Unterirdischen in den Neun Bergen bei Rambin Die alte Burg bei Löbnitz | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| english | Bookmark setzen | Webseite weiterempfehlen | Impressum | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||